Worauf achten beim Räderwechsel? | Anzeige

Sie beginnt wieder, diese miese Zeit, in der man seine schönen Sommerfelgen zugunsten von ein paar hässlichen, verrosteten Stahlfelgen einmotten muss. Warum? Der Winter naht und unsere geliebten, hochzölligen Fahrzeugverschönerer sind einfach viel zu schade, um sie dem Salz des Winterdienstes auszusetzen. Also heißt es wechseln und da dies eine Tätigkeit ist, die man auch gut und gerne als Hobbyschrauber mit zwei linken Händen absolvieren kann, macht man das gleich selbst. Doch worauf sollte man achten? Und welches Werkzeug ist nötig?

Schritt 1: Die Radmuttern/-schrauben lösen

Zuerst müssen die Sommerreifen mal runter. Ich verwende hierzu gerne ein Radkreuz. Das bietet ausreichende Stabilität, um auch mit dem Fuß oder einer Verlängerung eine gewisse Hebelwirkung zu erzeugen, wenn sich die Schrauben zu wohl in ihrer aktuellen Position fühlen und der Aggressionspegel langsam aber sicher steigt (Nicht treten oder drauf stellen, sondern mit dem Fuß den Zug der Hand/Arme unterstützen, sodass das Kreuz nicht abrutschen kann). Und da die wenigsten von uns eine Pressluftflasche inklusive Schlagschrauber zu Hause haben, ist ein Radkreuz immer noch die beste Alternative, um den Job zu machen. Der Schlagschrauber ist dafür die deutlich bequemere Variante. Außerdem gibt es den ja auch noch mit Akku. Oder man besorgt sich einen Kompressor, der für die Druckluft sorgt. Sobald wir uns auf jedenffalls eine Variante festgelegt haben, lösen wir die Muttern. Nur lösen und nicht herausschrauben! Denn dafür müssen wir den Karren erstmal hochhieven.

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Schritt 2: Das Anheben/Aufbocken

Wer hätte es gedacht, hierzu benötigt man einen Wagenheber. Jedes Auto hat in der Regel 4 Aufnahmepunkte, die als Angriffspunkt für den Wagenheber oder eine Hebebühne gedacht sind. Vorsicht ist dennoch geboten. Während bei einigen Modellen dieser Punkt einfach nur durch eine glatte Oberfläche dargestellt wird, haben andere, wie der Alfa 147, ein Profil, welches relativ schmal an der kompletten Seite entlang führt. Hier ist ein spezieller Wagenheber mit U-Profil (oft im Bordwerkzeug enthalten), oder ein weicher Aufsatz für einen „normalen“ Wagenheber zu empfehlen, sodass das Blech nicht eingedrückt wird.Wagenheberwerkzeugstore24philipsautoblog

Schritt 3: Das Rad abnehmen

Sobald das Auto angehoben ist, schrauben wir die angelösten Muttern/Schrauben locker heraus (ob mit Radkreuz, Ratsche, Akkuschrauber, Schlagschrauber oder zierlichen Fingern ist jedem selbst überlassen) und nehmen das Rad ab. Es kann passieren, dass es trotz gelöster Schrauben etwas fest sitzt. In diesem Fall setzen wir uns davor und treten abwechselnd oben, unten, rechts und links gegen die Reifenflanken. Erst vorsichtig und dann mit steigender Intensität. (Darauf achten, dass das Fahrzeug absolut sicher steht!) Eine andere Möglichkeit ist, das Auto die Arbeit machen zu lassen. Hierzu schrauben wir drei Muttern wieder Handfest an, lassen das Auto runter, geben kurz Gas und legen eine Vollbremsung ein. (falls das betreffende Rad an der Hinterachse sitzt, mit der Handbremse arbeiten). Danach probieren wir es nochmal mit dem runter heben. Das ist die etwas schonendere Variante. Das Dagegentreten ist das letzte Mittel, da hier natürlich auch Kraft auf Lagerbuchsen und andere Bauteile wirkt. Sobald das Rad unten ist, sollte man den Flugrost noch etwas mit der Drahtbürste bearbeiten.Drahtbürstewerkzeugstore24philipsautoblog

Schritt 4: Das neue Rad aufsetzen

Beim Aufsetzen des neuen Rades sollte man selbstverständlich darauf achten, dass die Bohrungen in der Felge mit denen am Fahrzeug übereinstimmen, sofern man kein Radmutternsystem hat, welches das aufstecken extrem erleichtert. Sehr hilfreich ist es in dem Fall, wenn man bereits eine Schraube in der Hand hat, um das Rad in der Position fixieren zu können. Anschließend schraubt man alle Schrauben in die Felge/Muttern auf die Bolzen und zieht sie wieder handfest an. Davor kann man die Schrauben/Muttern noch mit Kriechöl einsprühen. Das erhöht die Chancen, dass sich diese beim nächsten Wechsel wieder einigermaßen einfach abschrauben lassen. Danach lassen wir das Auto wieder auf den Boden ab.WD40werkzeugstore24philipsautoblog

Schritt 5: Das Festziehen

Beim Festziehen der Muttern/Schrauben empfiehlt sich ganz klar der Gebrauch eines Drehmomentschlüssels. Ich selbst habe mir auch einen zugelegt, nachdem ich damals zu Alfazeiten mit dem Radkreuz eine Schraube etwas zu fest zog, woraufhin es „klonk“ machte und auf einmal nur noch der Kopf im Profil steckte. Und bekomm das Stück mal wieder raus. Bei Bolzen ist das ganze natürlich noch schlimmer. Um das zu vermeiden, überlassen wir die Aufgabe des drehmomentfühlens dem Werkzeug. In jedem Fahrzeughandbuch sind die Anziehmomente für die Radschrauben/Muttern angegeben. Diese dann einfach am Schlüssel einstellen und die Schrauben über Kreuz festziehen, um Spannungsgefälle zu vermeiden.Drehmomentschlüsselwerkzeugstore24philipsautoblog

Fertig. Das ganze Prozedere vollzieht man nun an den restlichen drei Rädern und man ist gerüstet für den Winter. Oder den Sommer. Je nachdem wofür man Reifen wechselt.

Drei Dinge noch zum Abschluss:
Nach ca. 100-200km sollte man noch einmal die Schrauben/Muttern nachziehen, damit die Felge auf Dauer auf jeden Fall da bleibt, wo sie hin soll.
Zweitens sollte man die zwei Reifen, die das meiste Profil haben, an die antreibende Achse montieren, sodass sich die Reifen gleichmäßig abfahren und man am Ende frohen Mutes alle vier gleichzeitig wegschmeißen kann.
Und drittens sollte man, wenn man möchte, dass die schöne Alufelge unzerkratzt bleibt, noch etwas Geld für ummantelte Nüsse investieren.Nüssewerkzeugstore24philipsautoblog

Eine letzte Frage bleibt noch: Wo findet man das ganze erwähnte Werkzeug?
Da gibt es viele Möglichkeiten. Eine davon ist werkzeugstore24.de.

Die haben für euch alles in einer Liste zusammengefasst, was ihr braucht. Ein Paradies für Profireifenwechsler und alle, die es werden wollen. Schaut doch mal rein!

 

Anmerkung:
Dies hier ist ein Ratgeber zum Räderwechsel und keinesfalls eine allgemeingültige Anleitung! Die Befolgung der hier beschriebenen Tipps erfolgt auf eigene Gefahr und unter Ausschluss jeglicher Haftung! Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit.
Die hier gezeigten Bilder sind Screenshots der Seite „werkzeugstore24.de“
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2 Kommentare zu „Worauf achten beim Räderwechsel? | Anzeige

  1. Wirklich eine sehr detailierte Anleitung Phillip. Wieder mal ein Klasse Artikel. Den richtigen Zeitpunkt hast du ja aufjeden Fall getroffen 😉 Den Tipp mit dem WD-40 muss ich mir merken für die Radschrauben, kann mir vorstellen, dass die Schrauben sich dann um einiges leichter lösen lassen.

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