Autos leichter machen: Einführung

Das Corona Virus hat in diesem Jahr wohl jedem einen Strich durch die Rechnung gemacht. Fußball findet, wenn überhaupt, nur ohne Fans statt, Urlaub ist auch nur bedingt möglich und der Rennsport ist selbstverständlich ebenfalls betroffen. Bis Mai fanden keine Touristenfahrten auf dem Nürburgring statt und ab da auch nur mit Sicherheitskonzept. Die Zeit davor nutzten viele, um ihr Auto auf die Saison vorzubereiten. „Ist die Bremsbalance nicht perfekt? Wollen wir es mal mit neuen Reifen probieren? Yay! Endlich das neue Fahrwerk verbauen!“ Kurzum: wir haben das Beste draus gemacht. Wo wir aber schon bei Modifikationen am Fahrzeug sind: Die beste Optimierung ist doch das Gewicht?

Senkt man dieses, muss die Bremsanlage nicht so hart ankern, der Motor nicht so schwer arbeiten und das Fahrwerk nicht so viel können. Genau aus diesem Grund, geht es in dieser Beitragsreihe um die Gewichtsoptimierung. Was gibt es für Möglichkeiten? Was kann man tauschen? Was ist sinnvoll, was nicht?

Physikalisch gesehen macht es durchaus Sinn, das Gewicht eines Fahrzeuges zu reduzieren. Denn neben der Längsdynamik, bei der die Trägheit durch mehr Leistung relativiert werden kann, ist da immernoch die Querdynamik. Sicher, ein zwei Tonnen schwerer BMW M5 ist verdammt schnell auf der Rennstrecke. Aber jeder, der schon mal mit einem solchen Schiff auf einer unterwegs war, wird mir zustimmen, dass es einfach was anderes ist. Gerade für die Reifen ist das ein Kampf, den sie auf Dauer nicht gewinnen können. Die in den Kurven auftretenden Zentrifugalkräfte verlangen alles von Gummi und Fahrwerk ab. Nicht schwer auszurechnen, dass der gleiche Reifen mit einem leichteren Auto erheblich mehr Geschwindigkeit in Kurven verkraften kann. Der nächste Punkt betrifft die Bremse. Auch hier ist der Verschleiß bei einem Goliath deutlich höher als der bei einem David.

Selbstverständlich sind nur die wenigsten dazu bereit, einen Großteil des Komforts ihres Dailys aufzugeben, nur um für die Rennstrecke ein paar Kilos purzeln zu lassen. Das muss auch nicht sein. In dieser Reihe werden nämlich neben Maßnahmen am Ringtool auch Möglichkeiten vorgestellt, die den Komfort nicht beeinträchtigen und dennoch einen gewaltigen Performancevorteil bringen, was sie zu einer optimalen Möglichkeit macht, sie am „Daily“ zu verbauen.

In den kommenden Artikeln dieser Reihe wird es um viel Carbon („CFK“ falls meine Freundin das hier liest, die was das angeht sehr penibel ist), Polycarbonat und weitere Möglichkeiten gehen, das Auto leichter zu machen und damit schneller.

Übrigens könnt ihr mir eines glauben: Es macht echt Sinn! Lotus ist dafür das beste Beispiel. Ich war selbst nie Fan davon. Warum einen Haufen Geld für ein Auto ausgeben, was gerade mal so viel Komfort hat, wie ein Holzschemel? Dann hatte ich die Gelegenheit bei einem Trackday, auf dem ich ehrenamtlich Renntaxi gefahren bin, eine Elise Cup S zu testen.. seit dem will ich eine.. immer das Gleiche. In dem Sinne: Stay tuned!

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