KIA Stinger: Megakracher aus Südkorea

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr ein Auto seht und einfach nur denkt: „Geil..“ Der Speichel sammelt sich im Mund, das Herz schlägt höher und die Vorfreude auf eine erste Begegnung steigt. Zum Glück sind wir hier eine eingeschworene Gemeinschaft von Automobilenthusiasten. „Normale“ Menschen würden jetzt nur die Stirn runzeln und denken, ich hätte einen über den Durst getrunken. Nein habe ich nicht. Für uns ist so etwas vergleichbar mit einem Date mit ner echten Traumfrau. Eine solche Schnitte ist der neue KIA Stinger auch. Und was für eine! Ein KIA? Wer das fragt, hat die letzten Jahre wohl verschlafen. Die Marke hat sich eindrucksvoll gesteigert. Ein wesentlicher Schritt zur Premiummarke KIA ist auch ein neuer, sportlicher GT. Der Kia Stinger. Also ja, ein KIA.

Dabei hatte niemand gedacht, dass die Studie tatsächlich zur Serienreife gebracht werden würde. Tatsächlich gab die Begeisterung in der Belegschaft von KIA den Ausschlag, sodass für die Entwicklung grünes Licht gegeben werden konnte. An dieser Stelle: Danke Leute.neuheiten2017philipsautoblog-15

Denn der Stinger ist ein wirklich schmuckes Auto geworden, das augenscheinlich das Beste aus den Produkten diverser Automobilhersteller vereinigt. Ein bisschen Dodge Charger, etwas Audi A7, ein Hauch Maserati, ein Ticken Alfa. Alles zusammen vereint durch die Designsprache von KIA. Doch der Reihe nach.
Die Front duckt sich sportlich, aber dennoch elegant über den Boden. Der inzwischen unverwechselbare, als „Tigernase“ bezeichnete Kühlergrill, wird von zwei elegant ausgeformten Scheinwerfern in die Mitte genommen. Ein großer Lufteinlass in der Frontschürze und zwei kleinere vor den Radkästen leiten die Luft dahin, wo sie gebraucht wird. Der Rest strömt am glatten Unterboden entlang. Folgen wir ihr und schauen uns die Seite an. Hier ist er, der GT. Lange Motorhaube, kurzer Überhang vorne, weit hinten positionierte Fahrerkabine, lang gezogene Dachlinie, die in einem weit überhängenden Heck endet.


Hier wird die Luft über einen Diffusor wieder in ihre gewohnte Umgebung entlassen. Flankiert wird dieser von jeweils zwei ovalen Endrohren auf jeder Seite. Die breiten Backen der hinteren Kotflügel rahmen die Lichter ein, in der sich Dodge Charger und Maserati Grand Tourismo die Hand reichen. Hübscher Hintern.kiastingerphilipsautoblog-15

Schauen wir uns mal im Innenraum um. Edel, aufgeräumt, chic.  Ein dickes Armaturenbrett reckt sich dem Fahrer entgegen. Über den drei runden, mittig angeordneten Lüftungsdüsen thront das große Touchdisplay, darunter befinden sich die Bedienelemente des Infotainmentsystems und ganz unten die Regler der Klimaanlage. Die Sitze sind sportlich und bequem zugleich, werden auf Wunsch mit weichem Nappaleder bezogen und können sich für den optimalen Halt in jeder Situation an Rückenlehne und Seitenwangen aufpumpen. Vor dem Fahrer befindet sich das KIA-typische Sportlenkrad. Hinter ihm befinden sich die Rundinstrumente mit roten Zeigern und dazwischen ein TFT-Diplay, dass alle für den sportlichen Fahrer relevanten Daten, wie Öltemperatur, G-Kräfte oder Rundenzeiten ausspuckt. Das einzige Bauteil, welches die Eleganz dieser Inneneinrichtung stört, ist der Automatikwählhebel, den es in fast jedem KIA mit Automatik gibt. Er sieht ein bisschen aus, als hätte man ihm einem alten Herrn vom Gehstock gestohlen.kiastingerphilipsautoblog-21

Jetzt kommen wir aber zu den wirklichen spannenden Sachen und fangen mal mit der Querdynamik an. Peter Schreyer, seines Zeichens einer der Firmenbosse von KIA und Leiter der Designabteilung, hatte bis hier schon ganze Arbeit geleistet. Nun war Albert Biermann gefragt, der 2014 von der BMW M GmbH zu den Südkoreanern wechselte und ebenfalls für den i30N verantwortlich ist, der Ende des Jahres rauskommt und verspricht, ein ähnlicher Kracher in der Kompaktklasse zu werden, wie der Stinger in seiner.kiastingerphilipsautoblog-3

Die Karosse besteht zu 55% aus hochfestem Stahl und ist somit extrem verwindungssteif. Vorne stecken MacPherson Federeine hinter den Kotflügeln, hinten befindet sich eine Mehrlenkerhinterachse. Man darf davon ausgehen, dass sich der Stinger damit sehr spaßig fahren lässt, wenn man es drauf anlegt. Außerdem ist der Stinger der erste KIA mit der sogenannten Dynamic Stability Damping Control, was letztenendes nichts anderes heißt, als dass er ein elektronisch verstellbares Fahrwerk hat. 5 Modi stehen zur Verfügung: Personal, Eco, Sport, Comfort, Smart. Die Auswahl dieser Modi beeinflusst im folgenden auch die elektronische Servolenkung.kiastingerphilipsautoblog-10

Endlich ist es soweit. Wir sind bei der Längsdynamik angekommen und damit bei den Motoren, meinem Lieblingsthema. Wer jetzt denkt, dass hier ein 1,6 Liter Turbobenziner werkelt, der hat sich geschnitten! Zur Verfügung stehen bis jetzt 2 Motoren. Zum einen ein 2 Liter 4-Zylinder mit 255 PS (6.000 U/min) und 353 Nm Drehmoment (1.400 bis 4.000 U/min) und ein 3,3 Liter V6 Twin-Turbo mit 365 PS (6.000 U/min) und 510 Nm (1.300 bis 4.500 U/min). Ich bin begeistert! Auch, weil die Daten vorläufig sind. Zwischen den Zeilen der Pressemitteilung kann man durchaus noch das ein oder andere weitere Pferdchen erahnen. Downsizing hin oder her, aber bei einem solchen Projekt muss ein standesgemäßer Motor her. Mit dem 3,3 Liter ist dieser auf jeden Fall gegeben! Der 2 Liter ist als Einstiegsmotorisierung auch in Ordnung. Mit dem soll es in 6 Sekunden auf 100 gehen, mit dem großen in 5,1. Dazu gesellt sich dann eine Spitzengeschwindigkeit von 270 km/h. Well done.kiastingerphilipsautoblog-22

Die Kraft wird über ein von KIA entwickeltes Achtstufen-Automatikgetriebe an die Hinterachse übertragen. Ja sehr wohl, an die Hinterachse, wie es bei einem ordentlichen GT sein muss! Wer auch im Winter den vollen Vortrieb haben möchte, kann sich auch für einen Allradantrieb entscheiden.
Über die oben genannten Modi wird übrigens auch die Motorkennlinie und das Schaltmuster des Automatikgetriebes beeinflusst. Ob dabei dann auch das inzwischen zum guten Ton gehörende Krachen der Zündunterbrechung beim Schaltvorgang zu hören sein wird, bleibt aber offen.
Serienmäßig stehen Brembo Bremsen für die große Motorisierung bereit.kiastingerphilipsautoblog-13

Die Assisstenzsysteme des Stinger entsprechen dem üblichen Standard mit Querverkehrswarner, Müdigkeitserkennung, Spurhalteassistent, adaptivem Tempomat, Bremsassistent, Totwinkelwarner usw. Die serienmäßige Soundanlage im 2-Liter ist ein Standardsystem mit sechs Lautsprechern.
Wer den Sechszylinder ordert bekommt serienmäßig ein Harman Kardon System.
Da könnten sich die deutschen Premiumhersteller auch mal eine Scheibe abschneiden.kiastingerphilipsautoblog-20

Abschließend bleibt mir nur zu sagen: Ich freu mich drauf und hoffe, dass ich auch in den Genuss komme, diesen wunderbaren GT einmal testen zu dürfen.

Quelle Bilder: KIA Presse
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2 Kommentare zu „KIA Stinger: Megakracher aus Südkorea

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