Förderprämie für E-Autos

Elektro, Elektro, Elektro. Weg mit stinkigen Abgasschleudern, weg mit der Verpestung der Umwelt, weg mit den Steuergeldern, die eigentlich für etwas anderes gedacht waren, als Autohersteller in der Vermarktung von Modellen zu unterstützen, die diese nicht konkurrenzfähig anbieten können. Aber sei es drum. Eine Millionen Elektroautos bis 2020. Ein hohes Ziel, was man sich gesteckt hat und auf biegen und brechen erreichen will.
Wieder einmal wird hierbei aber genau an der falschen Stelle investiert. Meine Meinung. Anstatt das Geld lieber in den weiteren Ausbau des Ladestationnetzes zu investieren, oder verstärkt in die Forschung an neuen Batterien, um Elektroautos kostengünstiger anbieten zu können, wird wieder mal Problembehandlung an der Oberfläche betrieben, frei nach dem Motto: „Erfolg ist das, was man jetzt sieht.“
Doch ich lasse mich mitreißen. Dies sollte kein Kommentar werden, sondern eine Information. Des Weiteren möchte ich betonen, dass ich nicht gegen Elektroautos bin, sondern nur gegen die Art, wie sie vermarktet werden. Wie so oft bietet Tesla hier eine Ausnahme, aber auch noch hierauf einzugehen übersteigt den Rahmen, in dem ich diesen Beitrag hier zu schreiben versuche. Also auf geht´s zur eigentlichen Info:

Gestern Nacht (26.04-27.04.2016) hat sich die Bundesregierng mit hochrangigen Vertretern aus der Automobilbranche auf eine 4.000€-Kaufprämie für E-Autos geeinigt.
Bis 2018 gibt es 4.000€, ab 2018 3.000€. Wer sich also ernsthaft überlegt, ein E-Auto zu kaufen, der sollte dies in den nächsten 1,5 Jahren tun.
Wer noch nicht auf die Sicherheit fossiler Brennstoffe verzichten will, der erhält im gleichen Zeitraum 3.000€ bzw. ab 2018 2.000€ für extern aufladbare Hybridmodelle.
Ein Tesla entfällt übrigens aus dieser Regelung, da ein maximaler Kaufpreis von 60.000€ gesetzt ist. Apropos Geld: 1,2 Milliarden Euro sollen insgesamt ausgeschüttet werden, von denen je 50% vom Bund und der Autoindustrie getragen werden.

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Volkswagen e-Golf
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Mercedes-Benz B-Klasse Electric Drive
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BMW i3

 

Einen Peugeot iOn oder Renault Zoe kann man zunächst übrigens vergessen. Bislang beteiligen sich nur BMW, Daimler und VW an der Prämie und nur, wenn 50% vom Hersteller getragen werden, gibt es die 4.000€. Diese werden übrigens direkt beim Kauf verrechnet.

Renault-ZOE-2013-800-2e
Renault ZOE

Ach und weil ich mich vorhin aufgeregt habe: 300 Millionen € werden extra für Ladestationen eingeplant, 200 davon für Schnellladestationen. Also ganz leer gehe ich mit meinen Wünschen doch nicht aus.

Übrigens: Wenn sich Renault auch beteiligt, bin ich fast überzeugt, dass ich mir einen Twizy kaufe. Warum? Ich finde die Dinger witzig.

Update:

Renault beteiligt sich, ebenso wie Nissan an der Prämie. Es kommen sogar noch einmal 1000€ obendrauf. Da der Twizy allerdings leider eine Quadzulassung hat, fällt er nicht in die Liste der geförderten Fahrzeuge. So ein Pech aber auch..

Renault-Twizy-2012-800-01
Renault Twizy
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