Autos leichter machen: Polycarbonatscheiben/Makrolonscheiben

Es gibt viele Möglichkeiten am Auto Gewicht einzusparen. Da wäre am Anfang schon mal das komplette Entkernen wo alles rausfliegt, was keine Miete zahlt. Verkleidungen, Rücksitzbank, Airbags und dergleichen. Über leichtere Felgen zugunsten der ungefederten Massen hatten wir eh schon gesprochen. Irgendwann ist das Potenzial der typischerweise austauschbaren Bauteile erschöpft und man muss sich der Karosserie zuwenden. Bei manchen Autos bergen die Dinge Potenzial, die im besten Falle durchsichtig sind: die Fenster.

Jetzt ist für den Anfang schon mal gut zu wissen, dass die Frontscheibe in Deutschland nicht gegen Polycarbonat ausgetauscht werden darf (außer im Motorsport). Sonst sind euch aber keine Grenzen gesetzt, was den Einsatz von Plastik angeht. Widmen wir uns mal für einen kurzen Moment den Basics: Polycarbonat gehört zur Familie der Thermoplasten, ist thermisch umformbar, nahezu unzerbrechlich und schlagfest. Je nach Marke kann es aber trotzdem sein, dass die Fenster leicht zerkratzen, also seid vorsichtig bei der Montage und im Umgang damit. Die wichtigste Eigenschaft von Polycarbonat für unseren Anwendungsbereich ist übrigens: es ist nur etwa halb so schwer wie Glas. Während Glas eine Dichte von 2,5 g/cm³ hat, weist das Plastik nur etwa 1,2 g/cm³ auf. Grund genug also, uns die ganze Sache näher anzuschauen.

Makrolonheckscheibe

Bei einem durchschnittlichen Auto lassen sich durch den Austausch aller Scheiben zwischen 15 und 25 kg Gewicht einsparen. Schonmal nicht schlecht. Wenn ihr das Auto aber im Straßenverkehr bewegen wollt, braucht ihr für eure Scheiben eine ABG. die vorderen Seitenscheiben müssen dazu auch noch kratzfest beschichtet sein, um eine gleichbleibend gute Sicht nach draußen zu gewährleisten. Das wird entweder durch eine Nano-Lackierung oder eine Hartsilikonbeschichtung realisiert. Erstere bringen übrigens auch den Vorteil mit sich, Schmutz- und Wasserabweisend zu sein.

Was die Stärke angeht kann die euch eigentlich egal sein, solange ein Gutachten bei den von euch gekauften Scheiben dabei ist. In der Regel sind solche Scheiben aber etwa 4mm dick. Wo wir gerade vom Kaufen sprechen: wenn ihr euch auf die Suche nach solchen Scheiben begebt solltet ihr darauf achten, ob ihr vorgeformte Scheiben bestellt oder solche, die ihr selbst noch zurechtbiegen müsst. Denn je nachdem, was ihr bestellt, kann es auch passieren, dass ihr fluchend mit dem Heißluftföhn in der Garage steht und irgendwie versucht, eure Scheiben zurecht zu biegen, um sie in bzw. an euer Auto zu bekommen. Kleiner Tipp hier: Gebt die paar Extraeuro aus und kauft gleich Scheiben, die wirklich Plug&Play passen.

passend angefertigte Scheibe für die Fahrertür von Schirra Motoring

Viel mehr gibt es dann auch nicht mehr zu sagen, denn das Thema ist nicht gerade ergiebig. Da ich nicht davon ausgehe, dass ihr wissen möchtet, wie Polycarbonatscheiben hergestellt werden, sondern nur hier seid, um ein paar Infos für euer Ringtool abzustauben gilt wie immer: danke für´s vorbeischauen und falls es doch noch Fragen gibt, dann schreibt mir einfach! Bis bald.

Anmerkung: Die hier gezeigten Bilder sind nicht von mir. Die Quelle ist wie immer in der Bildbeschreibung hinterlegt.

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