Power Control X und Pedalbox von DTE Systems im Test

Als Vorwarnung: Man verzeihe mir den Fauxpas, dass ich ein viel genutztes Thema für Einleitungen hier noch einmal verwende, aber es passt diesmal wieder so gut, dass ich einfach nicht anders kann. Also los geht´s: Es gibt zwei Arten von Menschen. Die einen betrachten das Auto nur als profanes Mittel, um von A nach B zu kommen. Die zweite Gruppe hingegen, hat durchaus etwas für ihr Kraftfahrzeug übrig und der Teil der es sich leisten kann, fährt relativ leistungsstarke Kandidaten dieses Fortbewegungsmittels. Gerade diese Leute kennen das Gefühl, dass nach einiger Zeit die Leistung einfach nicht mehr ausreicht. Man hat sich an sie gewöhnt. Der Gang zum Chiptuner ist da obligatorisch. Nun gibt es hier zwei Arten, seinem Auto mehr Leistung einzuhauchen. Zum einen die klassische Optimierung des Steuergeräts und zum anderen die Leistungssteigerung über eine „Box“, oder Zusatzsteuergerät. Ich hatte die Gelegenheit, die Produkte von DTE zu testen.

Für den Anfang sollte ich erwähnen, dass das Testobjekt ein KIA pro Cee´d 2.0 CRDi ist. 140 PS, 305 Nm. ein solider Diesel mit einer zumindest soliden Leistung.
Dieser besagte KIA hatte zu dem Zeitpunkt, als mir „DTE-Systems“ in Person der reizenden Frau Pace einen Test ihrer Produktpalette offerierte, bereits eine Softwareoptimierung auf 165 PS und 360 Nm an Bord. Darin enthalten war außer der Leistungssteigerung auch eine Anpassung der Gaspedalkennlinie für ein besseres Ansprechverhalten und angenehmere Dosierung.
Nun packte mich aber die Neugier, war ich doch kein Fan dieser Zusatzsteuergeräte, aber wollte unbedingt einmal den direkten Vergleich zwischen klassicher Optimierung und Box haben. Ich entschied mich also für den riskanten Weg, lies die Optimierung entfernen und verbaute die beiden mir geschickten Produkte. Zum einen die „PowerControl X“, zum anderen die Pedalbox.

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PowerControl X

Die PowerControl ist das, was den Schmalz in den Laden bringt. Ein Multikanal-Zusatzsteuergerät, welches an bis zu 3 Sensoren des Motors angeschlossen wird und hier, je nach gewähltem Programm, im Rahmen eines festgelegten Kennfelds die Werte der Sensoren so ändert, dass das originale Steuergerät von allein mehr Leistung vom Motor „produzieren lässt“. Die PowerControl lässt sich über ein Tastenfeld entsprechend konfigurieren und ist auch von Laien sehr einfach installierbar gerade, weil eine bebilderte Einbauanleitung beiliegt. Zusätzlich kommt hier noch ein Teilegutachten, sodass man die Leistungssteigerung problemlos eintragen kann, sowie den Garantiezettel, den man ausgefüllt an DTE zurückschicken sollte, wenn man die Garantie erhalten möchte, die es kostenlos dazu gibt. Außerdem wird  noch ein Blindstecker mitgeschickt, den man statt des Zusatzsteuergerätes an den Kabelbaum anschließen kann, sodass der Motor wieder serienmäßig ist und das ohne, dass man den kompletten, zusätzlichen Kabelbaum wieder entfernen muss.

 

Die PowerControl X ist eine Sonderform, kostet ein paar Euro mehr und macht den Blindstecker überflüssig. Hier ist nämlich ein Bluetooth-Modul mit an Bord, welches eine Bedienung der Box über Handy möglich macht. Um die etwa 100€ Preisunterschied zusätzlich zu rechtfertigen, bekommt man neben den Standardfahrprogrammen „Dynamic“ und „Sport“ zusätzlich noch den Modus „Efficiency“. Außerdem 3 statt 2 Jahre Motorgarantie und 2 kostenlose Umprogrammierungen statt nur einer. Ja, das ist der eigentliche Clou an der Sache. Man kauft sich einmal ein Zusatzsteuergerät bei DTE und die nächsten 1-2 Autos sind quasi gleich mit gechippt. Erst danach wird ein kleiner Obulus verlangt, der aber immer noch deutlich niedriger ausfällt, als ein neues Steuergerät oder eine Softwareoptimierung. Natürlich kann man bei DTE sein Auto auch auf die klassische Weise optimieren lassen, aber das nur am Rande.

 

Die Modi

  • Efficiency
    Beim Efficiency Modus wird das Drehmoment vor allem im unteren Drehzahlbereich angehoben, um relativ schaltfaul und niedertourig durch die Stadt gurken zu können. Das Mitschwimmen im Verkehr wird erleichtert, der Verbrauch sinkt.
  • Dynamic
    Im Dynamic Modus entscheidet das Steuergerät, wann Leistung benötigt wird und wann nicht. Bei einer niedrigen Gaspedalstellung bzw. im Teillastbereich werden keine Werte verändert. Das Auto ist mit Serienleistung unterwegs. Sobald mehr Gas gegeben wird und somit Leistung gefordert, springt die PowerControl an und hilft mit ein wenig Leistung und ein paar Nm mehr aus
  • Sport
    Der aggressivste Modus von allen, wenn man so will. Die PowerControl polt den Wagen immer auf Angriff, die Leistung ist immer vorhanden

 

Pedalbox

Die Pedalbox ist das Mittel der Wahl für Autos mit Saugmotor, sprich ohne Aufladung, oder als einfache Ergänzung zur PowerControl. Selbstverständlich ist es auch erlaubt, die Pedalbox in ein aufgeladenes Auto einzubauen, welches keine PowerControl hat. In jedem Fall ist dieser kleine Wunderkasten genauso einfach einzubauen, wie der andere, der für die Leistungssteigerung verantwortlich ist. Bis auf die Tatsache, dass man im Fußraum rumwerkeln muss. Schließlich muss die Box zwischen Ausgang Gaspedal und Eingang Kabelbaum Auto gesteckt werden. Das Tolle: Es bedarf keiner Eintragung. Da die Leistung des Fahrzeuges nicht geändert wird, muss man auch keine schwitzigen Hände bei einer Polizeikontrolle bekommen. (Muss man natürlich bei der PowerControl auch nicht, sofern man sie eintragen lässt.

 

Warum sich nun aber die Pedalbox kaufen, wenn sich an der Leistung des Autos nichts ändert? Nun ganz einfach: Es ist möglich, das Gaspedal, oder besser gesagt die Gaspedalkennlinie genau so einzustellen, wie man es gerne möchte. Von Serie bis giftig ist alles drin. 3 Modi + Serie gibt es, jeder ist nochmal in 7 Stufen einstellbar (-3 bis +3)

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Die Modi

  • Serie
    Dazu muss ich nichts erklären. Die Box verändert keine Daten
  • City
    Etwas aggressiver als Serie und vor allem für das entspannte Stadt-fahren ausgerichtet, harmoniert sehr schön  mit dem Efficiency Modus der PowerControl
  • Sport
    Knackiges Ansprechen, man ist bereits mit einer geringen Gaspedalstellung zackig unterwegs
  • Sport+
    Totaler Angriff. Ein entspanntes Fahren ist hier nach meiner Einschätzung nicht mehr möglich. Andererseits perfekt für Momente, in denen man wirklich die Sau rauslassen will

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So kommen wir aber nun zu dem, was wirklich interessiert nämlich, wie es sich im Vergleich zu einer Softwareoptimierung fährt. Dazu kann ich nur sagen: Überraschend gut. Obwohl in meinem Fall nur ein Sensor, nämlich Raildruck angeschlossen wird, schafft es das Zusatzsteuergerät eine harmonische Leistungssteigerung zu erzielen. Inwiefern das jetzt so sauber funktioniert, wie eine klassische Softwareoptimierung kann ich nicht sagen, der subjektive Eindruck überzeugt aber schon mal. Im Efficiency Modus ist deutlich mehr Druck in den unteren Drehzahlbereichen zu spüren, der dann obenraus nachlässt und das Auto sozusagen wieder Serie ist. Im Dynamic Modus merkt man, dass das Auto insgesamt etwas kräftiger auftritt. Untenrum ist das Drehmoment nicht ganz so eindrucksvoll wie bei Efficiency, dafür ist über das gesamte Drehzahlband eine spürbare Mehrleistung gegeben. Der Sportmodus ist für den vollen Angriff gemacht und das merkt man. Egal, in welchem Drehzahlbereich man sich befindet, es geht immer stramm vorwärts und das mit einer derartigen Intensität, dass meine altersschwache Kupplung in den unteren Drehzahlbereichen mehrfach zu Rutschen begonnen hat. Für solche Momente gibt es allerdings in der App auch noch die Feinjustierung, in der man für jeden Modus, wie bei der Pedalbox, die Leistung anpassen kann.

Natürlich habe ich auch eine Beschleunigungsmessung gemacht und zwar von 100 auf 150 km/h. Warum dieser Bereich? Nunja von 0 an wollte ich der Kupplung nicht zumuten und bis 200 braucht mein KIA so lange, dass ich bezweifle bis dahin nicht auf ein anderes Fahrzeug aufzulaufen. In jedem Fall waren die Ergebnisse beeindruckend. Ich nahm insgesamt 4 Messungen vor. Jeweils 2 leicht bergab und bergauf, jeweils mit und ohne zugeschaltete PowerControl. Bergab verbesserte sich die Zeit von 11 auf 9 Sekunden, bergauf von 15 auf 12. Das macht im Schnitt 2,5 Sekunden Verbesserung auf dieser relativ überschaubaren Strecke.

Die Pedalbox hatte ich während des Vorganges deaktiviert, da ich ohnehin Vollgas gegeben habe und somit immer 100% anlagen. Dennoch muss man hierzu sagen, dass ich auch hier wirklich begeistert war, wie perfekt man die Pedalbox und die PowerControl miteinander kombinieren kann, sodass man am Ende tatsächlich ein ganz anderes Auto fährt.

Fazit:

Ich habe immer an Zusatzsteuergeräten gezweifelt. Die Produkte von DTE haben mich eines besseren belehrt. Die Technik wird immer besser, wellige Leistungsentfaltungen gehören der Vergangenheit an. Nutzt man die App, ist es sogar möglich, während der Fahrt Daten auszulesen, die Leistungssteigerung an-oder abzuschalten und die Kennlinie und damit die Leistungsentfaltung zu ändern. Zusammen mit der Pedalbox kann man sich das Fahrerlebnis genauso einstellen, wie man es sich vorstellt. Ein rundum sorglos Paket also, welches zwar seinen Preis hat, aber eben auch viele Vorteile. Für den besseren Überblick stelle ich noch eine Vor- und Nachteile-Liste eines Zusatzsteuergerätes im Vergleich zu einer klassischen Softwareoptimierung zusammen:

Vorteile:

  • ohne Probleme durch Gutachten eintragbar und 100% legal
  • Aktivität und Leistung(-sentfaltung) durch App frei wählbar
  • nicht nachweisbar nach Ausbau
  • 1-2 Umprogrammierungen nach Fahrzeugwechsel KOSTENLOS
  • auch für Laien einfach ein- und ausbaubar
  • Garantie
  • Motorschutz wird nicht außer Kraft gesetzt
  • nicht von Softwareaktualisierungen betroffen (werksseitig)

Nachteile:

  • keine „allumfassende“ Umprogrammierung, nur wenige Parameter verändert
  • nicht alle Motoren optimierbar
  • sofort sichtbar und nachweisbar, somit „Zwang“ einzutragen
  • Je nach Motor weniger Leistung als möglich wäre (gedrosselte Motoren)

 

 

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Anmerkung: Ich habe die oben erwähnten Produkte von der DTE-Systems GmbH kostenfrei zu Verfügung gestellt bekommen. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst. Der gesamte Artikel wurde einzig und allein von mir verfasst. Es wurde nicht versucht, Einfluss auf meine Meinung zu nehmen.
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