24h Rennen 2016 – Favoritenshow Teil 2

Audi, Mercedes, BMW, Porsche. Den großen Vier im GT3 Sport wird immer am meisten zugetraut und in Teil 1 unserer Favoritenshow haben wir uns schon ein recht genaues Bild über Stärken, Schwächen und eventuelle Defekte machen können. Doch es gibt natürlich noch andere Hersteller, die mitmischen wollen. Nicht mit dem gleichen Budget, dem gleichen Test- und Entwicklungsaufwand und vielleicht auch nicht mit dem gleichen Erfahrungsschatz. Doch alle haben es geschafft, hochemotionale GT3-Renner zu bauen, auf die man sich definitiv freuen kann. Los geht´s.

Aston Martin Vantage GT3

Im Jahr 2012 vorgestellt, sorgt der Vantage GT3 mit seinem laut kreischenden V12 stets für Gänsehaut bei den Zuschauern. Verbunden mit der athletischen Form, gibt er einen mehr als passablen GT3-Renner ab, der ein absoluter Geheimtipp ist. Denn neben der Tatsache, dass er schön ist und mindestens genauso schön klingt, ist er auch schnell. Trotz eher dürftiger Vorbereitung fuhr der Aston dieses Jahr beim ersten VLN-Rennen sofort auf Rang vier. Schon beim ersten 24h-Rennen, das der Aston mit seiner Anwesenheit beehrte, führte er über längere Zeit das Feld an. Technische Defekte und einige Rempler wurden ihm zum Verhängnis. Technische Defekte wurden über die inzwischen 4 Jahre komplett ausgemerzt, jetzt bleibt nur zu hoffen, dass Rempler und Unfälle ebenso ausbleiben, dann könnte der Aston für eine echte Überraschung sorgen. Mit zwei Astons ist man vertreten, warten wir ab, was passiert.AstonMartinVantageGT3philipsautoblog

Bentley Continental GT3

Verwunderung und vereinzelt schmunzelnde Gesichter sah man in Ingenieurs- und Rennfahrerkreisen, als Bentley klar machte, sie würden einen Rennwagen auf Basis des Continental bauen. Kein Wunder. Das Vorhaben, aus einem Fahrzeug, dass mindestens 2,2 Tonnen wiegt, einen konkurrenzfähigen Rennwagen zu entwickeln, erschien lächerlich.
Bentley hat es geschafft und der Continental GT3 ist nicht mal der schwerste Wagen im Feld. Den Namen „Dickschiff“ hat er dennoch weg. Was die Konkurrenzfähigkeit angeht, haperte es letztes Jahr noch etwas. Bentley pokerte hoch und verlor kläglich. Die beiden eingesetzten Fahrzeuge gingen im Feld regelrecht unter. Dieses Jahr soll das anders werden und so wanderten die beiden werksunterstützten Dickschiffe von M-Sport zu Abt. Rechte Chancen auf den Sieg rechnet man sich nicht aus. Das wichtige in diesem Jahr ist aber vor allem sich gut zu präsentieren, ohne technische Defekte und mit einer starken fahrerischen Leistung.BentleyContinentalGT3philipsautoblog

Glickenhaus SCG003C

Jeder Rennsportfan träumt mehr oder weniger insgeheim davon, einmal beim 24 Stunden Rennen ins Lenkrad greifen zu können. Milliardär und Ringfan James Glickenhaus ist dafür als Jahrgang 50 wohl etwas zu alt. Plan B war angesagt und so ließ  er einfach einen GT3-Rennwagen entwickeln. Nach dem P4/5 Competizione, der 2005 auf Ferrari Enzo Basis bei Pininfarina entstand, folgte 2015 der Cameron Glickenhaus SCG003C, der sich nun einem V6-Biturbo von Honda bedient. Schon 2015 ließ er seinen Speed aufblitzen. Eine gigantische Fahrbarkeit und unglaublicher Anpressdruck sind seine Markenzeichen, leider hatte man immer wieder Pech, war in Unfälle verwickelt und der Motor machte auch nicht so recht mit. Übersehen kann man ihn auf der Rennstrecke sowieso nicht, also beobachten wir, wie er sich schlägt. 2 SCG003C sind dabei, außerdem wird der P4/5 inzwischen als Hybrid eingesetzt. Also 3 optische Leckerbissen auf einer Rennstrecke.scg003cphilipsautoblog

Lamborghini Huracán GT3

Technisch eng verwandt mit dem R8, sieht man dieses Jahr mal wieder einen Lamborghini beim 24 Stunden Rennen. Der scharf gezeichnete Rennwagen, der schon in seiner Straßenversion zur genüge Aufmerksamkeit erregt, wird von Konrad Motorsport eingesetzt. Jediglich zwei Fahrer sind bis jetzt gemeldet. Wenn es dabei bleiben sollte, ist es schwer zu sagen, ob die Belastung für Mensch oder Material größer ist. Was zweiteres angeht, ist man sowieso zuversichtlich. Der Motor ist sehr robust, da baugleich mit dem R8 Motor, typische Schwächen oder Probleme sind nicht bekannt. Bei Konrad Motorsport ist man jedenfalls zuversichtlich ganz vorne mitfahren zu können.LamboHuracánGT3philipsautoblog

Nissan GTR (Nismo) GT3

Godzilla. Genau wie Bentley eine echte Wuchtbrumme unter den Rennwagen. Im vergangenen Jahr machte er von sich reden, weil einer seiner Art abhob, in die Zuschauermenge krachte und einen Mann in den Tod riss. Der Vorfall dürfte allen bekannt sein, die Nachwirkungen sind in Form von teilweise entschärften Streckenabschnitten, ehemaligen und nun gesperrten Zuschauerbereichen und verstärkten Schutzzäunen zu spüren. Immerhin die Geschwindigkeitsbeschränkung von ehemals 200 bzw. 250 km/h wurde inzwischen aufgehoben. Der Nissan GT3 war noch nie in der Lage, um die Spitze mitzufahren und es ist zu bezweifeln, ob sich das dieses Jahr ändert. 2 japanische Monster fahren mit. Einer eingesetzt von Team Zakspeed, der andere von der GT Driving Academy.NissanGTRGT3philipsautoblog

Wer sich ein Bild von allen Teilnehmern machen möchte, für den gibt´s hier die Teilnehmerliste.

Nun, da alles gesagt ist, wünsche ich euch ein tolles 24 Stunden Rennen, wenn nicht am Ring, dann Zuhause vor dem Fernseher.

 

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