Die Regeln bei der Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring (VLN) sind denkbar einfach. Es gibt mehrere Klassen, in die die Autos je nach Motorart und Hubraum eingeteilt werden. Beispiel: SP2T -> Autos mit bis zu 2 Litern Hubraum, turboaufgeladen. Je mehr Autos eine Klasse besitzt, desto größer ist die Punkteausbeute auf den vorderen Plätzen. Das ist einer der Gründe, warum der VLN Meister nahezu jedes Jahr aus einer der kleinen Klassen kommt. Wer sein Auto hier am besten abstimmt, im Rahmen der Rahmenbedingungen das maximale aus seinem Fahrzeug rausholt und dazu noch genug fahrerisches Können in die Waagschale wirft, der hat gute Chancen die meisten Läufe zu gewinnen. In der prestigeträchtigsten Klasse der GT3-Fahrzeuge hingegen, ist die Leistungsdichte so groß, dass nahezu jedes Rennen einen anderen Sieger hervorbringt. Bei einem Rennen jedoch ist das egal, denn dort heißt es: The Winner takes it all. Wer hier sein Auto als erster über die Ziellinie bringt, hat Großartiges geleistet. Über 24 Stunden werden Mensch und vor allem Material an ihre Grenzen getrieben. Keine Fehler, robustes Material und eine Menge Glück müssen dabei sein, um ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Dieses Jahr wird es besonders heiß: Mercedes, BMW und Porsche warten mit kompletten Neuentwicklungen auf, Audi hat vor einem Jahr mit dem R8 schon einen Sieg verbuchen können. Wer hat dieses Jahr die Nase vorn? „24h Rennen 2016 – Favoritenshow Teil 1“ weiterlesen
Schlagwort: Motor
Laufflächenbeschichtung
Gewicht und Kosten – zwei Faktoren, die heutzutage beim Motoren- bzw. generell beim Autobau eine wichtige Rolle spielen. Gespart wird, wo es geht. Allein aus diesem Grund ist Aluminium als Material für Motorblöcke inzwischen ein fester Bestandteil der heutigen Fertigung geworden. Aluminium ist leicht und kostet nicht viel, ist einfach zu bearbeiten und spart so gleich doppelt Kosten. Alles perfekt also? Nein, denn Aluminium hat nicht nur Vorteile. „Laufflächenbeschichtung“ weiterlesen
EMS 2015 Fotoshow
Die Essen Motor Show lockt jedes Jahr hunderttausende Besucher aus der ganzen Welt an und ist eine der größten Tuning-Messen in Europa. Ich war 2015 das erste Mal dort und habe mich auch nicht lumpen lassen, meinen treuen Lesern, also euch, eine Fotoshow zusammen zu stellen. Als Erinnerung für jene, die selbst dort waren und als Einblick für alle, die es nicht zur Show geschafft haben oder schaffen wollten. „EMS 2015 Fotoshow“ weiterlesen
Die EcoBoost-Technologie
Autohersteller haben es heutzutage wirklich nicht einfach. Von allen Seiten werden niedrigere Kraftstoffverbräuche gefordert, von der Regierung aufgrund der CO2-Emission, von den Kunden einfach, damit sie Sprit sparen.
Gleichzeitig soll aber auch immer mehr Leistung entstehen. Jeder Ingenieur weiß, wie schwer das ist.
Bislang konnte man sich noch auf die Prüfstände verlassen, auf denen Tests wie der NEFZ durchgeführt wurden, die sowieso nicht viel mit dem Betrieb unter realen Bedingungen zu tun hatte. Im Zuge des Abgasskandals bei VW werden jetzt neue Autos allerdings unter realen Bedingungen getestet, was die ganze Sache noch weiter verkompliziert.
Ford hat seit einiger Zeit nach eigenen Angaben wohl eine Lösung für diese Bredouille gefunden. Diese Lösung heißt EcoBoost. Die Frage ist jetzt natürlich, wie das ganze funktioniert.
Der elektrische Turbolader
In einer Zeit von immer schärferen Abgasnormen und immer größeren technischen Herausforderungen, die damit einher gehen, um sie erfüllen zu können, reicht der moderne Abgasturbolader kaum noch aus.
Die Formel zur Reduzierung der Emissionen, sei sie nun gut oder nicht, heißt immer weniger Hubraum immer höher aufzuladen, um theoretisch die Verbräuche zu senken und den Kunden dennoch die gewohnte Leistung bieten zu können. Dafür sind natürlich dann größere Turbolader nötig, da von dem Motor selbst aufgrund des mangelnden Hubraums keine Leistung mehr zu erwarten ist. Wir wissen, wie der Abgasturbolader funktioniert und somit auch, dass aus der Kombination wenig Hubraum, großer Turbo, aufgrund der fehlenden Abgasenergie ein – Verzeihung – beschissenes Ansprechverhalten folgt.
Um den Plan nun doch problemlos in die Tat umsetzen zu können, gibt es den elektrischen Turbolader. „Der elektrische Turbolader“ weiterlesen
Aufladungskonzept 3: Biturbo mit Sauger-Mentalität
Die Auto-Industrie ist auf Gewinn aus. Das liegt in der Natur der Sache, war schon immer so und ist auch vollkommen in Ordnung. Mit der stetigen Entwicklung der Turbo-Technik, wobei immer perfektere und vielfältigere Motoren entstehen, eröffnen sich jetzt ganz neue Möglichkeiten. Wo früher AMG, BMW, Audi und dergleichen viele unterschiedliche Motoren entwickelt haben, reicht nun flächendeckend ein und derselbe, welcher nur mit ein paar anderen Bauteilen und neuer Software neu abgeschmeckt werden muss.
Die Einleitung führt uns zu BMW. Zum gleichen Motor wie im letzten Artikel (Aufladungskonzept 2). Dieser wird nämlich, ganz im Sinne der Einleitung, flächendeckend im 340i, über den M135 und M235, bis hin zum M3 und M4 verbaut. In letzteren wurde er, wieder ganz im Sinne der Einleitung, mit teilweise anderer Hardware und Software neu abgeschmeckt. „Aufladungskonzept 3: Biturbo mit Sauger-Mentalität“ weiterlesen
Das Kurbelgehäuse: Open- und Closed Deck-Bauweise
Wenn man das Wort „Motor“ hört, denkt man sofort an einen Klumpen Metall, der sämtliche Bauteile, die er für die Ausübung seiner Funktion benötigt, in sich trägt. Das ist zwar bei weitem nicht die ganze Wahrheit und auch nur ein Bruchteil des Antriebsstranges, der letztenendes für die Fortbewegung verantwortlich ist, aber immerhin ein verflucht wichtiger. Denn der sogenannte „Motorblock“, auch Zylinderkurbelgehäuse genannt, ist sozusagen der Grundbaustein des Motors. Er ist die zentrale Einheit, dessen Aufgaben mannigfaltig sind. Neben Funktionen, die in ihm ablaufen, wie die Übertragung der Kräfte vom Zylinderkopf auf die Kurbelwelle(-nlager), oder die Aufnahme von Kanälen und Hohlräumen zur Kühlung, ist er auch Funktionsträger für viele weitere Baugruppen. In ihm befinden sich die Anschlüsse für Nebenaggregate, die Motorlagerung und weitere Bauteile, die je nach Motorentyp variabel sind. In ihm laufen alle Prozesse ab, die einem in den Kopf schießen, wenn man sich über die Grundsätzliche Funktionsweise von Verbrennungsmotoren Gedanken macht.

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Aufladungskonzept 1: extremes Downsizing
Ein Vierzylinder-Turbomotor. Heute wohl der am meisten gebaute Aggregattyp überhaupt.
Er ist gut für Hubräume von einem Liter bis zu etwa 2,5 Liter und durch die Turboaufladung, die auch und vor allem durch Softwareanpassungen in der Leistung relativ weit gespreizt werden kann, ist er im Laufe der Zeit zu einem wahren Tausendsassa geworden. Vor allem im VW-Konzern reicht seine Leistungsausbeute von 140 PS bis hin zu knapp 420 PS im kommenden Golf R 420.
Doch Moment..aus einem Zweiliter 420 PS? Kann das gut gehen? Was muss beachtet werden und was sind die Folgen? „Aufladungskonzept 1: extremes Downsizing“ weiterlesen
